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Katharina Motzkau, Dipl. Reg. Wiss.

Universität zu Köln

Historisches Institut
Iberische und Lateinamerikanische Abteilung
Albertus-Magnus-platz
50923 Köln

E-Mail: k.motzkau[at]uni-koeln.de

Vergangene Veranstaltungen + ILIAS

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015:

 

Materialien zu diesen Veranstaltungen finden Sie auf ILIAS

Kurzbiografie

2011-2013Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IHILA: DFG-Forschungsprojekt „Integration, Exklusion, Exzeption: Nationalidentitätsdiskurse und gesellschaftliches Selbstverständnis in Chile und Argentinien“, Teilprojekt zu Argentinien und Chile
2010-2011Wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsprojekt des DFG-Mercatorprofessors Dr. Carlos Sanhueza Cerda: „Die ‚deutsche Verhexung’ – die Debatte um die Rolle deutscher Wissenschaftler in Chile gegen Ende des 19. Jahrhunderts“
2007-2010Studentische Hilfskraft (Tutorin) am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität zu Köln
2006Auslandssemester an der Universidad Nacional de Tucumán in Argentinien mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)
2003-2010Studium der Regionalwissenschaften Lateinamerika, Universität zu Köln

Forschungsprojekt

"Die Nation macht Schule? – Indigene(s) in argentinischen und chilenischen Geschichtsbüchern der Sekundarstufe (1860-1930)"

Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wie Geschichtsbilder und die darin artikulierten Nationalidentitätsdiskurse geschaffen und verbreitet werden konnten. Dabei kam der Schulbildung in den neugegründeten Republiken Chile und Argentinien eine Schlüsselrolle zu, die zukünftigen Staatsbürger zu homogenisieren und die Immigrantenkinder zu assimilieren. Gerade anhand der Darstellung der indigenen Bevölkerung bzw. des „Indigenen“ in Schulbüchern lassen sich Inklusions- und Exklusionsprozesse sowie Narrative nationaler Besonderheit in ihrer Komplexität untersuchen; denn während unabhängige indigene Gruppen in beiden Ländern zum Ende des 19. Jahrhunderts militärisch unterworfen wurden, eignete sich indigene Tapferkeit (potentiell) als Distinktionsmerkmal einer glorreichen Nationalgeschichte.
Stellt man das argentinische Selbstbild einer „weiße Einwanderernation“ dem chilenischen Narrativ der „heroischen Araukaner“ gegenüber, so scheint die indigene Bevölkerung auf den ersten Blick in sehr unterschiedlichem Maße repräsentiert zu sein. Mit dem Augenmerk auf den Konstruktionsprozess solcher Vorstellungen zwischen 1860 und 1930 stellt sich aber auch die Frage nach Ähnlichkeiten diskursiver Praktiken, die sich aus der wechselseitigen Abgrenzung beider Staaten ergeben können. Es gilt dabei etwa zu erörtern, inwiefern bestimmte indigene Gruppen diskursiv nationalisiert und so zu „tehuelches argentinos“ bzw. „araucanos chilenos“ stilisiert wurden.

Das Dissertationsprojekt ist ein Teilprojekt innerhalb des DFG-Forschungsprojektes „Integration, Exklusion, Exzeption: Nationalidentitätsdiskurse und gesellschaftliches Selbstverständnis in Chile und Argentinien“