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Vanessa Höse, Dipl. Reg. Wiss.

Universität zu Köln
 
Historisches Institut
Iberische und Lateinamerikanische Abteilung
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
 
Philosophikum
Raum: 0.016

Telefon: +49 221 / 470 4150
Telefax: +49 221 / 470 4996

Email: v.hoese(at)uni-koeln.de

Vergangene Veranstaltungen + ILIAS

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2015:

Materialien zu diesen Veranstaltungen finden Sie auf ILIAS

Kurzbiografie

2011Visiting Scholar an der Columbia University, New York
09-12/2010, 07-08/2012Forschungsaufenthalte in Buenos Aires
Seit 2009

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IHILA

DFG-Forschungsprojekt "Integration, Exklusion, Exzeption: Nationalidentitätsdiskurse und gesellschaftliches Selbstverständnis in Chile und Argentinien“, Teilprojekt Argentinien

2008-2009DAAD-Stipendium zur Diplomarbeitsrecherche in Buenos Aires
2005Auslandssemester an der UCA Buenos Aires
2003-2009

Studium der Regionalwissenschaften Lateinamerika, Universität zu Köln
Forschungsprojekt

Forschungsprojekt


"Wie die anderen leben. Biopolitische Diskurse im argentinischen Bildjournalismus, 1900-1920"

Diese Dissertation untersucht die Diskurse über die „Pathologien der modernen Großstadt“ – Delinquenz, Armut, Obdachlosigkeit, Alkoholismus, Kindesvernachlässigung, deviante Sexualität und Geisteskrankheiten –, welche nicht nur die Aufmerksamkeit von liberalen Reformern, Wissenschaftlern und Politikern erregten, sondern zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch ein wachsendes Lesepublikum über einen neuen Markt von illustrierten Magazinen und Zeitungsbeilagen erreichten. In Form von Sozialreportagen, Enthüllungsberichten und individuellen Porträts entwarf eine neue Klasse professioneller Reporter soziale Topografien der von massiver Einwanderung und Urbanisierung geprägten Städte, allen voran der Metropole Buenos Aires.  Die Dissertation analysiert die Praktiken der Journalisten, ihr Eindringen in die Milieus der „gefährlichen Klassen“ in den Hafenvierteln, Conventillos, Bordellen, in den Straßen des Zentrums und den peripheren Zonen der Städte, ebenso wie die Repräsentation der Erfahrungen und Lebensbedingungen dieser subalternen Subjekte. Die Regierbarkeit dieser ‚Ränder der Gesellschaft’ wurde auf diese Weise einerseits eingefordert und ermöglicht, andererseits in einen allgemeinen Diskurs um die Frage der Nation eingespeist.
Die Dissertation versteht sich als kulturhistorische Arbeit, welche sowohl die biopolitischen Diskurse, Visualisierungen und Praktiken des Journalismus auf ihre Funktion für die Ausbildung eines identitätsstiftenden nationalen Diskurs untersucht, als auch die Perspektive jener Subjekte berücksichtigt, welche sich der Einfassung in eine bürgerliche nationale Identität immer wieder verwehrten.
Das Dissertationsprojekt ist ein Teilprojekt innerhalb des DFG-Forschungsprojektes „Integration, Exklusion, Exzeption: Nationalidentitätsdiskurse und gesellschaftliches Selbstverständnis in Chile und Argentinien“